Der Archäologische Park von Baratti und Populonia

Gemeinde Piombino (Li)

Der Park erstreckt sich zwischen den Hügeln des Vorgebirges von Piombino und dem Golf von Baratti, wo sich einst die etruskisch/römische Stadt Populonia erhob, die seit der Antike für intensive Aktivitäten in Verbindung mit der Eisenproduktion bekannt ist. Er schließt einen bedeutenden Teil der etruskischen und römischen Wohnsiedlungen von Populonia ein, mit ihren umfangreichen Nekropolen, den Kalktuffsteinbrüchen und Industrieansiedlungen, in welchen das aus den Vorkommen der Insel Elba stammende Mineral Hämatit zu Eisenbarren verarbeitet wurde.strada-acropoli.jpg

Der Park ist in verschiedene Besuchsbereiche unterteilt, in welchen die Umwandlung der Landschaft im Laufe der Jahrhunderte nachvollzogen werden kann. Die bewaldete Küste des Vorgebirges ist dem Archipel zugewandt: Die dunklen Umrisse der Inseln, darunter Elba und Korsika, stellen seit der Antike den Hintergrund für eine Landschaft zwischen Festland und Wasser dar. Bis zu den modernen Urbarmachungen war die Ebene, die sich innerhalb des Vorgebirges von Piombino erstreckt, ein Aufeinanderfolgen von Seen und Lagunen, reich an Fischen und Sumpfvegetation. Das war die Landschaft des IX-VIII. Jahrhunderts v.Ch., als auf der Akropolis bedeutende Hütten gebaut wurden, um die ältesten Adelsgeschlechter von Populonia zu beherbergen. Von diesen Hütten sind schwache, jedoch beeindruckende Reste auf dem Gipfel der Akropolis übrig geblieben, die sich nicht weit entfernt von den monumentalen Bauwerken des anderen Gesichtes von Populonia befinden: der römische Teil, wo im II. Jhd. vor Chr.im Herzen der Stadt bedeutende Tempel, Thermen und Wallfahrtskirchen entstanden. Die Stadt der Häuser und Tempel ist mit der Industriestadt und den Nekropolen durch ein Netz von Wegen verbunden, die sich auf den ersten Hügeln erstrecken, die die Bucht umschließen. Die Wege folgen heute, wie auch in der Antike, gepflasterten Straßen durch Wälder und mediterrane Macchia, die sich in unerwartete Ausblicke auf den Golf von Baratti oder das offene Meer und die Insel Elba öffnen. Eine dieser Routen erstreckt sich bis in eine andere Landschaft: das Mittelalter. Zwischen den Wäldern des Vorgebirges erzählen die Ruinen des benediktinischen Klosters San Quirico von einer verschwundenen Stadt und dem wieder erwachten Interesse für die Naturressourcen und Mineralien der Region.


Dieses Gebiet ist ein Naturschutzgebiet von lokalem Interesse (L.R.49/1995)

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