Sehenswürdigkeiten


Der Wald mit jahrhundertealten Eichen und die poetisch-künstlerische Route
Die Strände
Die Türme

Der Wald mit jahrhundertealten Eichen und die poetisch-künstlerische Route

Der aus naturkundlicher Sicht wertvollste Bereich ist ein Überrest der Wälder, die einst den Großteil der Küste bedeckten, und der italienischen Rodungen, aus denen später bebaute Felder und Wohngegenden wurden. Wahrscheinlich wurde der Sterpaia-Wald früher als mit Bäumen bepflanzte Weide verwendet und wurde durch diese Nutzung erhalten. In seinem Herzen gibt es interessante Beispiele für die typischen Arten von Feuchtgebieten mit Eschen und mehreren Exemplaren jahrhundertealter Eichen. Bosco SterpaiaDaneben gedeihen andere Sorten von Laubbäumen wie die Zerreiche, die Flaumeiche, der Feldahorn, der Dreiblättrige Ahorn und die Feldulme. Viele monumentale Bäume und Sträucher haben beachtliche Ausmaße erreicht und bemerkenswerte Formen angenommen, und ihr Stammumfang übertrifft in einigen Fällen mehrere Meter. Wir haben es also mit einem Relikt von unschätzbarem Wert aus der antiken Maremmenlandschaft zu tun, das erforscht und durch entsprechende Technologien geschützt werden muss. Die Parkleitung beschloss, das Gebiet unter Gesamtschutz zu stellen und nur unter Kontrolle und mit Führungen zugänglich zu machen. Dazu wurde ein Lehrpfad eingerichtet (mit Führungen nach Voranmeldung), der auf Schautafeln die historischen Aspekte und die landschaftlichen Besonderheiten des Parks im Allgemeinen und speziell des Waldes darstellt. Der Weg folgt auch einer poetisch-künstlerischen Route , die eine Verbindung zwischen Natur, Poesie und Kunst zu schaffen versucht: In der Nähe der auf Grund ihrer Größe und Form eindrucksvollsten Eichen wurden neun Stellen ausgewählt und mit Bronzeskulpturen des florentinischen Bildhauers Marcello Guasti geschmückt. Jede davon trägt einen Vers, der auf umgefallenen Baumstämmen angebracht ist. Dadurch entsteht ein stimmungsvoller Spaziergang, bei dem die Zauberhaftigkeit der Umgebung auf untrennbare Weise mit Poesie und Kunst verschmilzt. Der Weg bildet einen Rundgang, verläuft leicht und eben und ist auch für körperlich Behinderte zugänglich. Die Gehzeit beträgt etwa 2 Stunden. Es wird Freizeitkleidung mit Wanderschuhen und im Frühling-Sommer die Verwendung von Mückenschutz empfohlen.

Photo Gallery


Die Strände

Spiaggia Sterpaia Der Park schließt auch den Strand und den Küstenstreifen des Golfs zwischen Piombino und Follonica mit ein, die sich über eine Strecke von 8 km ausbreiten. Es gibt hier einen Sandstrand mit hellem, feinem Sand, der eine leicht gekrümmte Küstenlinie formt und zum Meer hin sanft abfällt. Er wird durch einen schmalen Dünenstreifen mit zäher, grasartiger Vegetation begrenzt. Diese Pflanzen wachsen vor allem in trockenen und salzigen Böden und sind der Beweglichkeit des Bodens und den anhaltenden Winden ausgesetzt, die ihnen den "Kopf schleifen" und ihnen ihre typische „Pulvino“-Form geben. In einigen größeren Dünen gibt es Abschnitte mit Küstenpinienwald, dessen Mittelmeerpinien an heißen Sommertagen, mit dem Zirpen der Grillen als Geräuschkulisse, mit ihren breiten Kronen angenehmen Schatten spenden. Im Küstenbereich gibt es mehrere Kiosks, eine Krankenstation mit Aufbewahrungsmöglichkeiten, Strandbäder, sanitäre Einrichtungen und öffentliche Duschen, die auch für körperlich Behinderte zugänglich sind, kleine Geschäfte, Spielplätze, Picknicksbereiche, Parkmöglichkeiten für Autos und Wohnwagen. Trotzdem versucht man, die Höchstauslastbarkeit der Gegend nicht mit einer Überzahl von Touristen zu belasten. Die Strände befinden sich in den Ortschaften Perelli, Carlappiano, Mortelliccio, il Pino, Carbonifera, Torre Mozza, mit gebührenpflichtigen Parkplätzen für Autos und Wohnwagen.

Vai alla Photo Gallery


Die Türme

In der Landschaft des Golfs zwischen Piombino und Follonica stehen mehrere Türme, deren Bau geschichtlich genau zurückverfolgt werden kann. Der älteste davon ist der Turm Torre Mozza, der in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts als Aussichtsturm gebaut worden war. Damit wollte man sich gegen die Einfälle der Sarazenen schützen, die mehrere Jahrhunderte lang die toskanischen Küsten befielen; eine ähnliche Funktion hatte der Turm Torre del Sale, der im 9. Jahrhundert während der Bedrohung durch das Volk der Mauren errichtet wurde, der aber höchstwahrscheinlich vor allem zur Aufsicht in Zoll- und Sanitätsangelegenheiten diente. Der dritte Turm, der sich vom Horizont abzeichnet, stammt ebenfalls aus dem neunzehnten Jahrhundert und heißt Carbonifera. Das ist der italienische Name für Steinkohle und deutet auf seine Hauptfunktion als Handelsplatz hin: Er lag am Ende der Eisenbahnstrecke, mit der die Kohle von den Bergwerken von Montebamboli über die Hügel zwischen Suvereto und Massa Marittima bis ans Meer befördert wurde.