Sehenswürdigkeiten

Die Gegend um Temperino
Der Bereich um Pozzo Earle
Das Tal "Valle Lanzi"
Rundgänge zur Bergbauarchäologie
Rocca di Campiglia (der historische Stadtkern von Campiglia M.ma)


Die Gegend um Temperino

Das Museum von Temperino (Archäologie- und Mineralienmuseum)
Dauer der Besichtigung: 20 Minuten
Centro visita
Das Museum befindet sich im Centro Visite, dem Besucherzentrum, in einem Gebäude, das ursprünglich zur Energieerzeugung der Bergwerke zu Beginn des 20.Jahrhunderts verwendet wurde, und bietet eine natürliche Einführung in die darauf folgenden Besichtigungen der Bergwerke und des mittelalterlichen Dorfes Rocca San Silvestro. Im Abschnitt über die Parks des Val di Cornia werden historische und umweltbezogene Aspekte des Gebäudes dargestellt; im Abschnitt zur Geologie werden die Besonderheiten und Mechanismen der Formationen von mineralischen Ablagerungen in der Gegend um Campiglia erläutert und einige Muster davon ausgestellt; der Abschnitt zur Rocca San Silvestro zeigt in zusammenfassender Form die Ergebnisse der Ausgrabungen anhand der archäologischen Funde und Rekonstruktionen der Verfahren des Mineralbergbaus, wie sie auf der Grabungsstelle dokumentiert sind.

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Die Temperino-Mine
Dauer der Besichtigung: 40 Minuten

Vor dem Rundgang durch die Temperino-Mine geht man durch einen Raum mit Schautafeln, auf denen die Entwicklung der Bergbautechnologie von Campiglia von der Etruskerzeit bis zu den heutigen Tagen gezeigt wird. Der zugängliche Stollen ist 360m lang und gehört zu den wenigen, wo man antike Fördermethoden mit modernen vergleichen kann. Die Besucher werden mit Helmen und bunten Regenmänteln ausgerüstet und entdecken so im Inneren des Stollens eine Vielzahl von Felsen und Mineralien mit den Metallvorkommen in der Gegend um Campiglia. Sie verfolgen die Spuren der Tätigkeit der Bergleute zur Erinnerung an einen harten, mühsamen Beruf, den es heute fast nicht mehr gibt.

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Der Bereich um Pozzo Earle

i-compressori-1.jpgMuseo delle Macchine Minerarie - Das Museum der Bergbaumaschinen
Dauer der Besichtigung: 15 Minuten

Es befindet sich im Dienstgebäude von Pozzo Earle, dem einzigen Überrest von 5 Förderschächten, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts um Campiglia betrieben wurden. In diesem Gebäude befand sich auch die Winde, mit der in der letzten Phase des Bergbaus die Bergmänner bis zu 170 m Tiefe hinunterbefördert wurden. Heute zeigt das Museum in Innen- und Freilandausstellung die Anwendung der verschiedenen Maschinen in der letzten Zeit des Betriebs; sie stehen noch so, wie sie am letzten Tage der Öffnung der Mine hinterlassen worden sind.

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Museo del Minatore - Das Museum des Bergmanns

Dauer der Besichtigung: 15 Minuten

Nach dem Museum der Bergbaumaschinen gelangt man nach einem kurzen Stück Fußweg zum Eingang des Stollens Lanzi-Temperino und zum "Morteo", also einer Metallhütte, die den Bermännern zum Umkleiden und zum Essen diente. Dieses Gebäude ist heute den Bergmännern gewidmet; es enthält eine Sammlung von alten Fotos, Dokumenten mit Geschichten über ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Krankheiten und mit den Gewerkschaftsstreiks, mit denen sie die Schließung der Mine verhindern wollten. Wie hart diese ehrbare Arbeit wirklich war, erzählt der Bergarbeiter Dumas in einem Film all jenen, die sich ein paar Minuten dafür Zeit nehmen und sich dazu auf die Bänke setzen, auf denen die Bergmänner einst ihr Mittagessen einnahmen, bevor sie zurück an die Arbeit gingen.

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Der Stollen "Galleria Lanzi-Temperino"

trenino18-01.jpgDauer der Besichtigung: 50 Minuten
Der direkte Verbindungsstollen Lanzi-Temperino (ehemaliges Ortaccio) wurde in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts auf der Suche nach neuen Metallvorkommen begonnen. Er wurde dann von der Bergbaugesellschaft Società Miniera di Campiglia SpA in den Sechziger Jahren als Förderstrecke zum Transport der Erze vom Abbauschacht zu den Zertrümmerungs- und Flotationsanlagen im Valle Lanzi benutzt. Das Erz wurde in kleinen Loren auf Schmalspurgleisen befördert. Die Besucher befahren heute dieselbe Strecke wie damals das Erz und gelangen so mit dem kleinen Zug zur Valle Lanzi und zur Rocca di San Silvestro. Im Innern des Stollens entdecken die Besucher eine eindrucksvolle Unterwelt mit den Arbeitsgeräten und den Formen und Farben der Minerale und machen eine kurze stimmungsvolle Pause im zentralen Abbausaal.

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Das Tal "Valle Lanzi"

Rocca San Silvestro
Dauer der Besichtigung: 40 Minuten
Rocca San Silvestro ist ein Dorf von Bergmännern und Schmelzern und entstand zwischen dem zehnten und elften Jahrhundert auf Initiative von Adligen, die die reichen Vorkommen an Kupfer und silberhaltigem Blei der Gegend ausschöpfen wollten. Die Metalle wurden für die Herstellung von Münzen in den toskanischen Münzanstalten vorerst in Lucca, dann wegen der Handelsbeziehungen zwischen den Städten, auch in Pisa verwendet. Im Mittelalter war das Dorf unter der Bezeichnung Rocca a Palmento bekannt, und tatsächlich wurde in der Ölpresse unter der Kirche ein Mühlstein (lat. palmentum) gefunden. Den heutigen Namen hat das Dorf vom Heiligen, dem die Kirche geweiht war. Während des vierzehnten Jahrhunderts wurde das Dorf verlassen. Zu den zahlreichen Gründen gehörten in erster Linie wirtschaftliche Änderungen im Bereich der Verwaltung des Erzabbaus. Bei einem Rundgang durch die Reste der Wohnstätten, der Kirche, des Friedhofs, der Herrschaftsgebäude und der Industriezonen kommt der Besucher dem sozialen und wirtschaftlichen Aufbau, den Ernährungsgewohnheiten, den Bautechniken und Methoden für die Metallverarbeitung einer mittelalterlichen Gemeinschaft ein bisschen näher. Der Zugang zur Rocca erfolgt über einen Steigpfad, den man am besten mit Turn- oder Wanderschuhen begehen sollte. Die ungefähre Gehzeit von Valle Lanzi nach Rocca San Silvestro beträgt 20 Minuten.

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Villa Lanzi

Dieses Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wurde auf Wunsch von Cosimo I De' Medici errichtet. Es sollte Bergbauexperten beherbergen, die aus Deutschland kamen, um in den Bergwerken um Campiglia zu arbeiten. Das Gebäude steht neben der Herberge Ostello di Palazzo Gowett in der Gegend von Valle Lanzi, das Rocca di San Silvestro gegenüberliegt. Heute werden dort Dokumente zu Studien, Nachforschungen und Projekten zum Gebiet der Val di Cornia gesammelt und aufbewahrt. Außerdem liegen dort die Schriftstücke der letzten Bergbaugesellschaft, die bis in die Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts in der Gegend um Campiglia aktiv war. Die Villa mit ihren großzügigen und hellen Sälen liegt inmitten der ruhigen Hügel von Campiglia Marittima und ist heute ein idealer Ort für die Veranstaltung von Fortbildungskursen, Seminaren, Konferenzen und Tagungen. Für weitere Informationen Hier klicken.

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Rundgänge zur Bergbauarchäologie

6-zona-tavoli-via-temperino.jpgVia del Temperino
Gehzeit: 20 Minuten (leicht)

Der Besucher gelangt vom Ausgang des Temperino-Bergwerks zurück zum Museo del Parco. Der Weg folgt zum Teil jenem der Eisenbahn, die für den Transport der Erze zu Beginn des letzten Jahrhunderts verwendet wurde. Die großen Ablagerungen von Abfallmaterial entlang der Straße zeugen von jahrhundertelangem Bergbau.



Via delle Ferruzze

Gehzeit: 1 Stunde und 10 Minuten (anstrengend)

Der Weg führt vom Ausgang des Temperino-Bergwerks bis zu den Waschanlagen von Valle Lanzi. Der Weg schlängelt sich die Erzadern entlang und gibt Einblick in die wichtigsten Anlagen der Bergbauarchäologie, von den Eingängen der antiken und mittelalterlichen Bergwerke bis zu den eindrucksvollen Tagebauen, von den Resten der Förderungsschächte zu den Senkstollen. Die vorherrschenden Farben sind das Gelb und das Rot der Abraumhalden, die inzwischen vergessen worden und von der üppigen mediterranen Macchia fast vollständig überwuchert sind. via-dei-lanzi.jpg



Via dei Lanzi

Gehzeit: 1 Stunde 10 Minuten (mittel anstrengend)

Dieser Rundgang beginnt und endet bei den Waschanlagen von Valle dei Lanzi. In diesem Tal geht man vorbei an mittelalterlichen Förderschächten, den Anlagen der Medici und den gewaltigen Anlagen der englischen Bergbaugesellschaft Etruscan Mines. Der Name soll an die Bergbauarbeiten des sechzehnten Jahrhunderts erinnern: die deutschen Bergmänner wurden "i Lanzi" genannt.via-dei-manienti.jpg



Via dei Manienti

Gehzeit: 1 Stunde (anstrengend)

Dieser Weg führt zum Eingang der Rocca San Silvestro. Er endet im Valle dei Manienti, eines mittelalterlichen Bergwerks, das von den Bewohnern des Schlosses betrieben wurde. In der Nähe des Bergwerks befinden sich die Reste eines antiken Marmorsteinbruchs. Besonders interessant ist der naturkundliche Aspekt des Rundgangs; es gibt eine reiche Vegetation mit den typischen Pflanzen der toskanischen Küstenmacchia.



viadellefonti_a.jpg Via delle Fonti
Gehzeit: 1 Stunde (leicht)

Der Weg durch Wälder und Lichtungen verbindet den Eingang des Parks mit Campiglia Marittima. Man kommt vorbei an den Überresten eines Aquädukts aus dem neunzehnten Jahrhundert und den Quellen, die bis vor kurzem Campiglia mit Wasser versorgten, und gelangt so bis ins Herz dieses tausend Jahre alten Dorfes mit seiner mittelalterlichen Festung.

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Rocca di Campiglia (der historische Stadtkern von Campiglia M.ma)

Seit dem Sommer 2008 kann der Besuch des Parks bis zur Rocca di Campiglia fortgesetzt werden. Während der Besichtigung genießt man einen der wunderbarsten Ausblicke über das Val di Cornia. Außerdem kann man sich das Leben in dem bedeutenden mittelalterlichen Dorf ausmalen und das kleine Museum entdecken, das in der vor kurzem renovierten Festung eingerichtet worden ist.