Wiederherstellung

Mit mehr als 2000 Funden, von der Frühgeschichte bis zur Spätantike, beherbergt das Museum hauptsächlich etruskische und römische Funde aus dem antiken Territorium der Stadt Populonia. Anhand der Sammlungen des Museums können durch die Analyse der Gegenstände die Vorgänge nachvollzogen werden, die zur Entwicklung des Territoriums beigetragen haben, beginnend bei der Ur- und Frühgeschichte sowie die Umstände, die die Bildung der etruskischen Stadt, ihren Verfall in der Spätantike und im Mittelalter bis zur Entstehung von Piombino bestimmt haben.
Ausstellungskriterien
Entwicklungsgeschichte der Sammlungen

Ausstellungskriterien

Die Ausstellung befindet sich auf den beiden oberen Etagen des Palazzo Nuovo. Das Museum wurde auf der Grundlage von Lehrkriterien für Führungen und Studienprojekte aufgebaut, ist für Behinderte zugänglich und verfügt über Aulen und Laboratorien für experimentelle Archäologie für Gruppen und Schulen. Scena museo

Die Lehrstruktur umfasst außer Bildtafeln, die den Verlauf der Besiedlung und spezielle archäologische Aspekte zum Inhalt haben, Landschaftsnachbildungen, welche die durch den Menschen in den verschiedene Epochen verursachten großen Veränderungen der Landschaft aufzeigen: Die Frühgeschichte, die Siedlungen der Bronzezeit, die etruskische Stadt, das Landschaftsbild und das Villensystem in der römischen Zeit, der Verfall der Stadt in der Spätantike und die Bergwerkslandschaft in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.

Weiterhin wurde die Nachbildung eines etruskischen Banketts realisiert, die zu einem spielerischen Moment zwischen den Besuchern und den Betreuern einlädt und Personen mit Sehbehinderungen die Möglichkeit bietet, durch Berühren die historische Darbietung nachzuvollziehen.

Entwicklungsgeschichte der Sammlungen

Das im Museum befindliche archäologische Material wurde im Gebiet des Val di Cornia - Tals zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert aufgefunden. Ein geringer Teil der Funde ist öffentliches Eigentum oder stammt aus Beschlagnahmungen und Schenkungen. Der Großteil befand sich im Archäologischen Museum von Florenz und wurde im Frühling 2001 dem Museum von Piombino für eine erste Ausstattung zugeführt. Sofort wurden vollständige Grabkomplexe aus frühgeschichtlicher und hellenistischer Zeit sowie Funde aus öffentlichen Gebäuden der Stadt zur archaischen Zeit in die Ausstellung integriert. 3-01.jpg Von besonderem Interesse sind:
  • eine Münzsammlung mit einigen Gold-, Silber- und Bronzemünzen aus Populonia
  • ein Grabkomplex aus hellenistischer Zeit, der 1998 in der Grottennekropole geborgen wurde (Grab Nummer 14 im Park von Baratti und Populonia)
  • das spät-republikanische Wrack „del Pozzino“, das in den 1980er Jahren im Meer von Baratti aufgefunden wurde
  • die silberne Amphore von Baratti, ein Meisterstück der Kunst der Spätantike des IV. Jhds. n. Chr., heute Symbol des Museums
Im Laufe des Jahres 2003 konnte die Sammlung dank der mittlerweile konsolidierten Zusammenarbeit zwischen Parchi Val di Cornia S.p.A., der Gemeinde Piombino und der Oberaufsichtsbehörde für archäologisches Gut der Toskana erweitert werden. Die bedeutendsten der neu dazugekommenen Funde sind:
  • die reichhaltigen Ausstattungen aus dem Ädikulagrab del bronzetto d'offerente, darunter unter anderem Schmuckgegenstände aus Gold, Silber und Bernstein, Gegenstände aus Bronze und beachtenswerte Keramik aus Attika mit schwarzen und roten Figuren (besonders erwähnenswert ist eine Schale mit roten Figuren der attischen Töpferkunst „di Pentesilea“ aus der Mitte des V.Jhds. v. Chr.).
  • berühmt ist der „Bronzetto d’offerente“, möglicherweise das Endstück eines Leuchters, das dem Grab bei der Entdeckung im Jahr 1957 seinen Namen gab.
  • die Erstellung eines „Schaukasten-Aquariums“ für die Ausstellung und Erhaltung einiger noch in der Restaurierung befindlicher Buchsbaumzylinder und Nachbildung der Unterwasserlandschaft, in welcher diese in den 1980er Jahren gefunden wurden
  • acquario-01.jpgDer einzigartige Fund einiger Fossilien von Waffen aus Bronze und Eisen, die 1996 am Strand von Baratti gefunden wurden und auf das IV. Jhd. v. Chr. zurückgehen
Im Dezember 2004, konnte ebenfalls dank der Zusammenarbeit zwischen der Oberaufsicht von Florenz und der Gemeinde Piombino eine neue Ausstellung realisiert werden, wobei folgendes in die Sammlung aufgenommen wurde:
  • das berühmte Mosaik mit Meeresszene aus den „Logge“ von Populonia (I. Jhd. v. Chr.), das im Museum bereits im Jahr 2002, vor der Restaurierung, die von der Stiftung der Bank „Monte dei Paschi di Siena“ finanziert wurde, ausgestellt war
  • ein wunderbarer Silbermünzenschatz, der im Jahr 2002 im Meer von Rimgliano gefunden wurde und bereits 2004 im Museum ausgestellt wurde.
Im Juli 2005 schenkt die Familie Desideri-De Stefano dem Museum einen wunderbaren Mischkrug mit roten Figuren aus Attika, ein Werk eines Töpfers aus der Werkstatt des „Pittore di Firenze (Mitte des V. Jhds. v. Chr.) , dass einen Fruchtbarkeitsmythos darstellt.