Die archäologischen Studien

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts, nach der Entdeckung einiger Funde von außergewöhnlichem Wert (die Meidias Hydrien) aus illegalen Ausgrabungen, wurden die ersten archäologischen Nachforschungen und Ausgrabungen in den Gebieten der Nekropolen von San Cerbone und Casone durchgeführt. Dabei kamen sogleich zahlreiche Nekropolen aus der frühgeschichtlichen bis zur hellenistischen Zeit ans Licht. Nachfolgend, in den Jahren von 1914-1915, erstreckten sich die Ausgrabungen auch auf das Gebiet „Il Piano“ und „Poggio delle Granate“ im Golf von Baratti sowie auf „Poggio del Castello“ auf der Akropolis.

Die Geschichte der Ausgrabungen in Populonia ist auf jeden Fall eng verbunden mit der von 1922 bis 1959 dauernden Nutzung der noch an Metallanteilen reichen etruskischen Metallschlacken zu industriellen Zwecken. Da die größten Abbauarbeiten auch mithilfe von mechanischen Ausrüstungen ausgeführt wurden, ermöglichte dies einerseits die Entdeckung eines Großteils der archäologischen Funde von San Cerbone, Poggio Porcareccia, Poggio del Conchino und Poggio della Guardiola, brachte jedoch andererseits unschätzbare Schäden am Kulturerbe mit sich. Viele Bauten wurden auf nicht wieder herstellbare weise beschädigt und viele Gegenstände wurden entwendet. Seit 1980 führt die Oberaufsichtsbehörde für Archäologie der Toskana systematische Ausgrabungskampagnen in der Akropolis und an den Stadtmauern durch, wobei ein altgriechisches Kloster ans Licht kam. Von besonderem Interesse ist die Auffindung eines spät-republikanischen Wracks im Golf von Baratti.

Im Jahr 1997 wurden mit dem Ziel der Realisierung des Archäologischen Parks von Baratti Populonia archälogische Ausgrabungen im Gebiet der Grotten durchgeführt, die es ermöglichten, antike Abbauorte für Kalktuff und einen Teil der unterirdischen Gräber aus altgriechischer Zeit ans Licht zu bringen.